Gemeinsam eine Finca betreiben


Deutschland den Rücken kehren und ein neues Leben im Süden verbringen? Oder den Lebensabend ohne Kälte, Schnee und Eis genießen? Zurück zur Natur und als Selbstversorger leben? Gemeinsam eine Finca betreiben?

Das sind nur einige Gründe, wegen denen viele Deutschland verlassen und im Ausland leben wollen. Hierfür bietet sich Teneriffa mit seinem subtropischen oder warm-gemäßigtem Klima natürlich hervorragend an. Viele wollen aber deswegen nicht aufhören zu arbeiten, sondern stellen sich die Zukunft sehr wohl mit einer sinnvollen oder befriedigenden Beschäftigung vor. Und wollen auch etwas für die Gesundheit tun.

Gesundheit beginnt mit der Ernährung, gesunden Lebensmitteln, einem ausgewogenem Lebensstil, einer Umgebung mit geeignetem Klima und sauberer Luft.

So liegt der Gedanke an ein Haus mit Garten oder einer Finca nahe, die zumindest eine teilweise Selbstversorgung aus dem eigenen Garten ermöglicht.

In Deutschland – einem der top Konsumländer – hat vor einigen Jahren bei bisher noch einer kleinen Minderheit eine Tendenz zum Minimalismus begonnen. D.h. weg vom übermäßigen Konsum und Dingen, die man über Jahrzehnte als Ballast mitschleppt. „Tiny Houses“ ist hier das Schlagwort, d.h. Häuser mit kleinstem Umfang, aber trotzdem mit allem ausgestattet, was man zum Leben benötigt.

Ein weiterer Trend, den es schon seit sehr vielen Jahren gibt, sind Lebens- oder Wohngemeinschaften im Alter. Diese bieten nicht nur Freude an gemeinsamen Tätigkeiten, sondern erleichtern auch viele Dinge durch das Prinzip der Arbeitsteilung. Sie bieten auch Sicherheit im Falle von Krankheit oder unvorhersehbaren Lebensereignissen.

Hier bietet sich das Konzept an, gemeinsam auf einer Finca zu wohnen und diese zu bewirtschaften. Dinge zu teilen und gemeinsam zu nutzen.

Gemeinsam eine Finca betreiben

Die Idee, gemeinsam eine Finca betreiben ist nicht neu und wird in den deutschsprachigen Teneriffa-Foren von Interessenten immer wieder aufgegriffen. Aber warum scheiterten diese Projekte oder reichen nur bis zu Lippenbekenntnissen in Foren?

Eine Finca für z.B. 8 Personen benötigt neben den Gemeinschaftsräumen wie Wohn- oder Eßzimmer, Küche, Vorratsraum, Wirtschaftsraum, Bad/ Bäder, Technik- oder Werkstattraum natürlich auch 8 Schlafzimmer. Idealerweise mit eigenem Bad. Sollte die Finca tatsächlich auch zur teilweisen Eigenversorgung genutzt werden und jeder Mitbewohner seine Freiräume haben, besagt eine Faustregel 1000 qm pro Person. Das stellt an eine Immobilie Anforderungen an die Größe und damit auch an den Kaufpreis.

Eine Investition von 80-100 TSD EUR pro Person ist hier schnell erreicht.

Und genau an dieser Stelle beginnen die eigentlichen Probleme.

Stehen die finanziellen Möglichkeiten zur Verfügung, sich in eine Wohngemeinschaft mit Menschen einzukaufen, die man erst seit kurzer Zeit kennt? Ist dieses überhaupt sinnvoll? Welche Risiken bestehen bei Diskrepanzen in der Wohngemeinschaft?

Bei Geld hört die Freundschaft auf

Bei Geld hört die Freundschaft auf … besagt ein altes Sprichwort. Aus diesem Grund muss ein solches Konzept gründlich durchdacht werden, um möglichst viele Eventualitäten im Vorfeld auszuschließen.

Eine erste Überlegung ist es, ob es Sinn macht, gemeinsam eine Finca zu kaufen oder ob es eher sinnvoll ist, wenn einer die Finca kauft und sich alle anderen nur einmieten.

Kaufen sich mehrere Personen eine Finca zu gleichen Teilen, ist der Ausstieg eines Miteigentümers sehr schwer. Selbst wenn er seinen Anteil zügig verkauft bekommt, stellt sich die Frage, ob dann der Käufer wieder in die Eigentümergemeinschaft passt.

Sehr viel sinnvoller erscheint das Konzept, dass es einen Eigentümer gibt, der die Anteile als Wohnrechte vermietet. Ein Mietvertrag lässt sich deutlich schneller lösen.

Aber wird die Finca mit dem gleichen Elan betrieben, wenn man nur Mieter ist oder werden dann überfällige Investitionen aufgeschoben? Hierfür müsste die Miete eine Investitionsrücklage enthalten, für welche Instandhaltungen und auch Neuanschaffungen getätigt werden.

Was geschieht, wenn ein oder mehrere Mitbewohner aus gesundheitlichen Gründen oder altersbedingt nicht mehr mitarbeiten können?  Trotzdem aber ihren Anteil nicht aufgeben wollen?

Wie werden gravierende Meinungsverschiedenheiten gelöst?

Gemeinsam eine Finca betreiben ist also eine Herausforderung und es gibt dabei viel zu bedenken.

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