Vegan auf Teneriffa leben

Vegan auf Teneriffa leben ist ein Thema, das im Internet oft aufgegriffen aber auch gesucht wird.

Für Urlauber und auch Einheimische gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten sich vegan zu ernähren. Egal ob dies Restaurants sind, die eine vegane Speisenauswahl bereithalten oder sich sogar auf Veganer spezialisiert haben. Auch wird Veganern der Besuch auf die verschiedenen Bauernmärkte oder Frutterias empfohlen. Sogar einige Supermarktketten bieten zwischenzeitlich vegane, ökologisch produzierte Lebensmittel oder Biolebensmittel an.

Viele Internetseiten befassen sich mit dem Thema der veganen Ernährung und es werden dabei die interessantesten Perspektiven beleuchtet. Dabei geht es um Fragen der Gesundheit, ethische Fragen, Ethik und Tierrechte, praktische Fragen, Rezepte für vegane Ernährung, Möglichkeiten nichtvegane Lebensmittel in Rezepturen durch vegane Lebensmittel zu ersetzen und vieles mehr.

Was bedeutet vegane Ernährung genau? Hierzu ein Zitat aus Wikipedia:

„Veganismus ist eine aus dem Vegetarismus hervorgegangene Einstellung sowie Lebens- und Ernährungsweise. Vegan lebende Menschen meiden entweder zumindest alle Nahrungsmittel tierischen Ursprungs oder aber die Nutzung von Tieren und tierischen Produkten insgesamt. Ethisch motivierte Veganer achten zumeist auch bei Kleidung und anderen Waren darauf, dass diese frei von Tierprodukten sind und ohne Tierversuche hergestellt wurden.

Vegan lebende Menschen nennen als mögliche Motive für ihre Lebensweise Argumente aus den Bereichen Tierethik, Tierrechte, Tierschutz, Klimaschutz, Umweltschutz, Gesundheit, Verteilungsgerechtigkeit, Welternährungsproblematik oder Religion.“

Praktische Betrachtung: Vegan auf Teneriffa leben

Die normale Landwirtschaft verwendet Pestizide, Insektizide, chemische Stickstoffdünger etc.. Eine ökolgisch oder biologisch geführte Landwirtschaft muss genauso gegen Insekten, Mehltau etc. spritzen, sogar deutlich mehr, verwendet jedoch natürliche Spritzmittel wie Neemöl, Zimtöl, Jauchen etc..

Zur Stärkung der Pflanzen und Wachstumsförderung wird beim ökologischen Landbau auf u.a. auf künstlichen Stickstoffdünger verzichtet. Dafür werden jedoch oft Schlachtabfälle wie Blutmehl, Hornspäne etc. eingebracht oder mit Pferdemist etc. der Boden aufgebessert. Gerade der billige Hühnermist stammt dabei oft aus der Massentierhaltung. Sind damit Produkte der veganen Küche, die im Supermarkt oder auf den Bauernmärkt enangeboten werden überhaupt vegan? Nur weil es Obst und Gemüse ist?

Vegane Lebensmittel auf Teneriffa

Auf den Kanaren oder auch in anderen Ländern mit tropischem oder subtropischem Klima gibt es zusätzliche Dinge zu betrachten.

Die Landwirtschaft ist auf Teneriffa für die meisten Kleinbauern kein sonderlich einträgliches Geschäft und ist auf günstige Produktionskosten und hohe Ernteerträge angewiesen. Oft ist es die einzige Einnahmequelle und Lebensgrundlage der Kleinbauern. Im Gegensatz zu Mitteleuropa, wo andere klimatische Verhältnisse bestehen und z.B. viele Insekten im Winter erfrieren, finden sie im subtropischen und tropischen Klima beste Populationsvoraussetzungen. Will der Kleinbauer einigermaßen attraktives und unbeschädigtes Obst und Gemüse auf den Markt bringen, muss er deutlich mehr spritzen. Das Zauberwort unter den Canarios heißt „Confidor“ aus dem Hause Bayer und ist so ziemlich gegen jeden Schädling geeignet.

Insofern sollte jeder, der gerne auf Bauernmärkten, Fruterias etc. einkauft und sich wirklich gesund ernähren möchte, zumindest auf das Biosiegel achten. Damit ist zumindest das Thema Spritzmittel geklärt, jedoch immer noch nicht, ob das Obst und Gemüse auch vegan angebaut wurde.