Arbeiten auf Teneriffa


Arbeiten auf Teneriffa – Die Kanaren oder Teneriffa sind der Traum vieler Deutscher, Österreicher, Schweizer oder Menschen anderer Nationalitäten. Aus einem oder mehreren Urlauben entsteht schnell der Wunsch es vielen anderen gleich zu tun und hier zu leben. Gründe auf Teneriffa leben zu wollen, gibt es viele. Es kann das gesunde Klima sein, der Wunsch das eigene Leben zu entschleunigen oder einfach Deutschland hinter sich zu lassen.

Hat man das Renten- oder Pensionsalter erreicht und freut sich über ausreichend hohe Bezüge, ist der Wunsch auf Teneriffa zu leben, wirtschaftlich meistens kein Problem. Befindet man sich noch mitten im Arbeitsleben und hat noch kein Vermögen angesammelt, stellt sich das Projekt „nach Teneriffa auswandern“ schon etwas schwieriger dar.

Der Arbeitsmarkt ist in Spanien angespannt und für die Kanaren gilt das durch die Insellage ganz besonders. Das wiederum bedeutet, dass das Lohnniveau niedrig ist und prinzipiell niemand auf deutsche Arbeitnehmer wartet. Insbesondere wenn diese mit überzogenen finanziellen Vorstellungen, den deutschen Arbeitsgesetzen im Hinterkopf oder ohne Spanischkenntnisse hier eintreffen. Erschwerend kommt die Gesetzeslage hinzu, nach welcher der spanische Arbeitgeber bei einer Kündigung pro Jahr des Anstellungszeitraumes 1 Monatsgehalt Abfindung zu bezahlen hat. Das führt dazu, dass oft nur Halbjahresverträge gemacht und diese auch nicht verlängert werden. Ein Startkapital von 10 oder auch 20 TSD Euro ist unter diesen Voraussetzungen oft ganz schnell aufgebraucht.

Arbeiten auf Teneriffa: Selbständigkeit

Insofern ist die Idee einer Selbständigkeit auf Teneriffa durchaus eine überlegenswerte Variante. Für Dinge wie die N.I.E., die steuerliche Anmeldung, Sozialversicherung etc. gibt es sogenannte Gestoren oder auch deutsch sprechende Steuerberater, die für eine überschaubare Gebühr die gesamten Formalitäten erledigen. Grundsätzlich ist die Anfangsbelastung einer Selbständigkeit im Verhältnis zu Deutschland eher gering und die Hürden überschaubar.

Gewichtig, mit Fingerspitzengefühl und kaufmännischem Scharfsinn ist eher die Frage nach dem Unternehmenszweck zu stellen. Grundsätzlich ist es für einen Deutschen schwierig einem Spanier etwas verkaufen zu wollen. Insbesondere dann, wenn die Spanischkenntnisse noch dürftig sind oder gar nicht vorhanden sind.

Der Zielkunde ist damit meistens der deutsche Urlauber oder Resident. Und davon gibt es viele – sogar mit stark steigender Tendenz.

Marktnischen finden

Als eine von vielen Möglichkeiten bietet sich die Gastronomie an. Dieses Feld ist zwar dicht von Spaniern und auch Deutschen besetzt, trotzdem gibt es auf dem gastronomischen Markt Nischen. Außerhalb der üblichen Bars und Cafes – und diese Nischen bieten ein enormes Potential.

Dazu gehört z.B. der Betrieb einer Feldküche. Feldküchen sind mobile Küchen, die eine fast vollwertige Speisekarte zulassen, begonnen von der Kartoffelsuppe, Gulaschsuppe, Kesselgulasch mit Nudeln, aber auch Braten und sogar Kurzgebratenes. Die Einstiegskosten sind überschaubar, der Wareneinsatz proportional und der Bedarf groß.

Es sind viele deutsche Urlauber und Residenten auf Teneriffa, besonders im Norden der Insel ist es aber eine ältere Generation. Es gibt mehrere deutsche Imbisse, die alle gut funktionieren, sich aber auf das Segment Bratwurst, Currywurst, Pommes etc. spezialisiert haben. Alles Speisen, die man als schnelle Zwischenmahlzeit genießt. Speisen aus der Feldküche sind jedoch richtig gekocht und gelten in Deutschland – gerade bei der älteren Generation – als „richtiges“ Essen.

Feldküchen sind mobile Küchen, die autark ohne Strom arbeiten, d.h. ihren Einsatzort beliebig innerhalb von wenigen Minuten anpassen können. Im Gegensatz zu normalen Imbissbuden haben Feldküchen eine hohe Flexibilität.

Durch die günstigen Betriebskosten lässt sich ein vollwertiges Essen für 3,00 – 4,00 € darstellen. Und in dieser Preiskategorie findet sich auf Teneriffa ein enormes Absatzpotential.

Im Gegensatz zur normalen Gastronomie, Bars und Cafes erwartet niemand von einer Feldküche, dass diese auch noch spät abends geöffnet hat. Die Betriebszeiten sind also angenehm und der Einsatzbereich aufgrund der hohen Mobilität enorm.

Arbeiten auf Teneriffa: So wie diese Geschäftsidee findet man immer wieder Möglichkeiten, wenn man erst lange genug den Markt beobachtet und über spezifische Kenntnisse verfügt.

Deutsche Unternehmen auf Teneriffa

Es gibt eine ganze Reihe von deutschen Unternehmen auf Teneriffa, gerade in den Touristen oder auch Residentenzentren. Insbesondere im handwerklichen Bereich sind die meisten gut im Geschäft und kommen der Auftragslage kaum hinterher. Die meisten Kunden sind wiederum Deutsche, die eine deutsche Handwerksqualität und einen deutschen Ansprechpartner schätzen. Wer also über eine handwerkliche Ausbildung, Berufserfahrung verfügt und auch tatsächlich arbeiten will, findet auf Teneriffa sicherlich Arbeit.