Nach Teneriffa auswandern


Nach Teneriffa auswandern – ein Traum vieler. Nach Teneriffa auswandern wollen viele Menschen, aber für die meisten bleibt es ein Traum. Neben den Lebenshaltungskosten zählen Arbeit, Schule, Freunde und einige andere wichtige Dinge. Der Sprung oder das Wagnis ist aber gar nicht so groß, wie man im ersten Augenblick meint. Damit es reibungslos klapp ist es allerdings wichtig, alle Facetten zu beleuchten, die mit dem Umzug oder gar der Auswanderung verbunden sind. Teneriffa Erfahrungsberichte gibt es viele und die Mehrzahl der Auswanderer sind froh diesen Schritt getan zu haben.

Nach Teneriffa auswandern – grundsätzliche Überlegungen

Es gibt viele Gründe, Deutschland den Rücken zu kehren. Viele Menschen kommen mit der aktuellen Politik nicht mehr zurecht, andere wollen dem stetig wachsenden Leistungsdruck weichen. Oder kommen mit der allgemeinen Mentalität der Deutschen nicht mehr zurecht. Wiederum andere wollen dem ewigen Schmuddelwetter ein Ende setzen oder suchen generell ein gesünderes Klima ohne Temperaturschwankungen von bis zu 50 Grad. Und wiederum andere wollen gesünder leben, sich entschleunigen und suchen Ruhe.

Gründe um einen Umzug nach Teneriffa oder auf die Kanaren ernsthaft ins Auge zu fassen, gibt es wirklich viele.

Es gibt aber auch Gründe, dieses lieber nicht zu tun oder Situationen, dieses Projekt nochmals gründlich zu überdenken.

 

Bild: Badebucht EL Pris

Umzug im Rentenalter

Hat man das Pensions- oder Rentenalter erreicht und verfügt über eine ausreichend hohe Rente oder gar Pension, sind die Überlegungen deutlich einfacher. Die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich zu den Ballungsräumen in Deutschland spürbar geringer, der Liter Diesel kostet rund 80 ct., eine Tasse Kaffee rund 1,00 €, die Grundnahrungsmittel sind etwas günstiger, importierte Lebensmittel etwas teuerer.

 

Lebenshaltungskosten Teneriffa

Leckerer Barraquito – Kaffeespezialität auf Teneriffa für 1,10 €

Und wer nicht direkt in erster Linie am Meer wohnen möchte, findet überall auch günstige Wohnungen. Die ärztliche Versorgung ist durchwegs gut, insbesondere wenn man in der Lage ist, diese ggf. selbst zu bezahlen. In den Touristenzentren gibt es fast jede Ärztesparte mehrfach deutsch besetzt, so dass man auch ohne Spanischkenntnisse kein medizinisches Abenteuer eingeht.

Als älterer Mensch sollte man sich bei der Wohnungssuche allerdings so orientieren, dass man alle notwendigen Erledigungen auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem durchführen kann. Viele Senioren wohnen heute versteckt hinter den Bergen bei den sieben Zwergen und haben Mühe mit einem Arztbesuch. Auch sollte man daran denken, dass wir alle nicht ewig leben und u.U. der Ehepartner irgendwann alleine zurecht kommen muss. Ein intaktes soziales Umfeld ist dabei hilfreich und man sollte sich rechtzeitig so positionieren, dass man im Ernstfall auch darauf zurückgreifen kann. Wichtig in diesem Zusammenhang ist auch ein Testament in dem definiert ist, nach welchem Recht dieses gelten soll.

 

Als junge Familie nach Teneriffa auswandern

Deutlich umfangreicher sind die Überlegungen für eine Familie mit Kindern. Umfangreicher, aber keinesfalls unlösbar. Denn der Arbeitsmarkt auf Teneriffa ist problematisch, vor allen Dingen, wenn man der spanischen Sprache nicht mächtig ist. Je flexibler man ist, umso höher ist die Chance auf einen Arbeitsplatz. Für die Königsdisziplin des Geld Verdienens im Internet haben wir ein eigenes E-Book erstellt.

Wann immer schulpflichtige Kinder zu berücksichtigen sind, gibt es viele Überlegungen zu treffen. Will man Kinder auf eine spanische Schule geben, auf eine deutsche Schule oder auf eine britische Schule? Mit der Auswahl der Schule gibt man als Eltern schon eine erste Richtung über den weiteren Lebensweg vor. Kinder, die eine spanische Schule besuchen, werden eher in Spanien bleiben. Und Kinder, die das deutsche Gymnasium besuchen, werden eher ein Studium in Deutschland folgen lassen. Andere Kinder, welche die britische Schule absolvieren, tendieren oft zu englischen Universitäten. Gerade die englischen Universitäten genießen hinsichtlich Erziehung und Studieninhalt einen ausgezeichneten Ruf. Natürlich ist dieses sehr verallgemeinernd formuliert und Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und mit der Auswahl der Schule legt man in der Regel auch die Region fest, in der man sich ein Haus oder eine Wohnung sucht. Es gibt im Süden der Insel (Tabaiba) das Colegio Aleman, ein deutsches Gymnasium. Wer sich aber für ein Haus z.B. in Puerto de la Cruz sucht, mutet seinen Kindern über viele Jahre zu, spätestens um 06.15 Uhr das Haus zu verlassen, um gerade noch rechtzeitig um 08.00 in Tabaiba zu sein. So entscheidet die Schule also auch irgendwie über den Wohnort und damit über viele andere Dinge. Viele Eltern bringen und holen ihre Kinder während der gesamten Schulzeit mit dem Auto.

Wie viel kostet das Leben auf Teneriffa?

Wie viel kostet das Leben auf Teneriffa? Und wie hoch sind die Lebenshaltungskosten auf Teneriffa? Das sind Fragen, die im Internet oft gestellt werden.

Die Lebensmittel haben im Durchschnitt den gleichen Preis wie in Deutschland. Regionale Produkte sind billiger, importierte Artikel sind teuerer. Der Diesel ist mit 80 ct/ Ltr. (Stand 2017) deutlich billiger, die Autoversicherung ist deutlich günstiger, dafür sind gebrauchte Fahrzeuge spürbar teuerer als in Deutschland. Wer sich also mit regionalen Produkten versorgt und bereits im Umzugsgut ein Fahrzeug mitbringt – was die Einfuhrsteuer deutlich reduziert – spart richtig Geld.

Wer sich im Süden im wärmeren Klima der Insel aufhalten möchte, findet insbesondere in den spanischen Vierteln manchmal noch günstige Wohnungen. Die Wände sind allerdings meistens sehr dünn und das spanische Familienleben sehr laut und kinderorientiert. Wer höhere Ansprüche hat und einen schönen Meerblick oder ein Haus oder eine Finca wünscht, kann durchaus mit Mieten von 1.500 € aufwärts rechnen. So können die Lebenshaltungskosten für eine 4-köpfige Familie leicht zwischen 1.500 und 5.000 € pro Monat schwanken, ohne dass der eine ärmlich oder der andere im Überfluss lebt.

Damit hängen grundsätzlich die Lebenshaltungskosten auf Teneriffa in der Hauptsache von den Ansprüchen eines jeden selbst ab.

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Wohnen in Touristenmetropolen?

Was für einen Urlauber oder auch Überwinterer nicht ins Gewicht fallen mag, ist für Residenten oft eine Plage. Touristen, die in Scharen durch die Straßen ziehen, Strände übervölkern, Restaurants belagern und meinen mit einem Low Budget Urlaub die Insel gekauft zu haben. Es gibt Menschen, die lieben diesen Trubel. Man sollte sich aber bei der Wohnungswahl rechtzeitig überlegen, ob man dieses den ganzen Tag so haben oder doch die Ruhe der Insel genießen möchte. Wohnungen abseits des Massentourismus sind oft deutlich günstiger.

Spanisch lernen: Unbedingt notwendig?

Ist es unbedingt notwenig Spanisch zu können oder zu lernen? In manchen Foren wird heftig propagiert, dass es unbedingt notwendig sei, Spanisch zu lernen, um auf Teneriffa leben zu können. Das mag manch Auswanderungswilligen demotivieren. Insbesonders in den touristisch geprägten Orten wie z.B. Puerto de la Cruz gibt es deutsche Ärzte, deutsche Bäcker, deutsche Metzger, in Banken, bei Maklern, bei Versicherungen etc. wird Deutsch gesprochen. Und in fast jedem Restaurant liegt die Speisekarte in mindestens 4 Sprachen aus. Es leben so viele Deutsche, Österreicher und auch Schweizer auf Teneriffa, dass es auch kein Problem darstellt, sich ein soziales Umfeld ohne fundierte Spanischkenntnisse zu schaffen.

Problematischer sind Behördengänge, weil hier meistens erwartet wird, dass Spanisch gesprochen wird. Wo in der freien Wirtschaft außerhalb der Touristenmetropolen gerade bei jüngeren Canarios auch manch einer einige Brocken Englisch spricht, ist das bei Polizei oder Behörden mehr als selten.

Es gibt jedoch genügend nette Menschen oder auch bezahlte Profis, die man als Dolmetscher zu solchen Terminen hinzubitten kann.

Spanisch ist keine extrem schwierige Sprache, so dass man diese poco a poco lernen kann, wenn man sich auch mal mit spanischen Nachbarn unterhalten möchte. Es ist insgesamt jedoch eher ein Akt der Höflichkeit als eine zwingende Voraussetzung.

Erfahrungen auswandern Teneriffa

Unsere eigene Erfahrungswerte nach 5 Jahren Teneriffa sind durchwegs sehr positiv. Wir bereuen unsere Entscheidung nicht, würden heute allerdings einige Dinge anders angehen. Mit jedem Neustart sind naturgemäß Ecken und Kanten verbunden. Deswegen war eine unserer besten Entscheidungen, eine vertrauenswürdige Person auf der Insel zu suchen und gemeinsam die Kanten zu runden.

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