Gesunde Lebensmittel


Gesunde Ernährung und gesunde Lebensmittel sind heute weitverbreitete Begriffe. Viele Besucher unserer Finca oder Gesprächspartner streben eine gesunde Ernährung an und kaufen ihre Produkte oft im sehr teueren Biobereich. Sinn und Unsinn liegen dabei sehr dicht beeinander und erfordern genaueres Hinsehen.

“Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam.” (Volker Elis Pilgrim, deutscher Schriftsteller, *1942)

 

Ein Biosiegel oder Ökozertifikat reicht schon lange nicht mehr um gesunde Lebensmittel zu indentifizieren. Zu oft  werden Pestizide aus der konventionellen Landwirtschaft vom Wind auf die ökologische Landwirtschaft übertragen oder mit abfließendem Wasser weitergespült.

So gehen immer wieder Meldungen durch die Presse, dass z.B. in Südamerika oder auch in Spanien ökologisch produziertes Obst in mit Insektiziden stark belasteten Pappkisten transportiert wird. Die Belastung der mit Insektiziden behandelten Pappkisten ist dabei so hoch, dass sich dieses wiederum im Transportgut nachweisen läßt.

Auch gilt Obst und Gemüse aus der Türkei, Chile, Thailand und Amerika oft als bedenklich belastet.

Meersalz mit PVC

Ein anderes Beispiel dafür ist das Meersalz, das in großen Becken gewonnen wird, indem die Sonneneinstrahlung das Wasser verdunsten und das Salz am Boden zurücklässt. Eine uralte und mit Sicherheit eine sehr schonende und natürliche Art der Salzgewinnung. Als weitaus hochwertiger gilt  das berühmte Fleur de Sel, das an der Oberfläche des Meeres meist per Hand abgeschöpft wird und durchaus 40 – 50 €/KG kosten kann. Meersalz galt über Jahrzehnte und gilt in den Augen vieler Verbraucher immer noch als eine gesunde Alternative zu Raffineriesalz.

Gesundes Lebensmittel? Weit gefehlt!

Mikroplastik verschmutzt die Meere

Das Umweltbundesamt geht von jährlich 6 Millionen Tonnen, die Weltnaturschutzunion rechnet sogar mit 9.5 Millionen Tonnen (!!!) Plastik, die jährlich ins Meer gelangen und aufgrund der Wellenbewegungen langsam an den Küsten zu Microplastik gemahlen werden. Microplastic, das an der Oberfläche schwimmt und genau im besonders wertvollen Fleur de Sel oder einfach im Meersalz auf den Teller der Konsumenten gelangt. Die Belastung dabei ist jedoch nicht nur theoretischer und untergeordneter Natur, sondern nachweisbar und manchmal sogar schon mit dem bloßen Auge erkennbar.

So landet der Plastikmüll, der über Jahrzehnte leichtfertig in den Weltmeeren entsorgt wurde und immer noch wird, wieder auf dem Speiseteller der Menschen.

Bei den nachgewiesenen Kunststoffen handelt es sich um Polypropylen (PP), Polyethylen (PE) und Polyethlylentherephthalat (PET), allesamt Kunststoffe, die dem typischen Verpackungsmüll zuzuordnen sind.

Hersteller beurteilen geringe Mengen Mikroplastik als unbedenklich

Die meisten Hersteller der Salze kennen das Problem, halten die in Stichproben gefundenen Mengen an Mikroplastik für gering und ungefährlich. Insbesondere deswegen, weil der Mensch ja nur wenige Gramm Salz pro Tag zu sich nimmt.

Wissenschaftler warnen vor Mikroplastik im Meersalz

Wissenschaftler hingegen sehen das Mikroplastik im Meersalz u.a. als ein Transportmittel für Substanzen wie DDT, Dioxin und Schwermetalle. Substanzen, die in den Weltmeeren im großen Stil verklappt werden.

Sinnvolle Alternativen

Eine sinnvolle Alternative zum aktuellen Meersalz ist das Steinsalz, das aus Bergwerken gewonnen wird.

Letztendlich geht es in diesem Artikel jedoch nicht darum, Meersalz oder das teuere Fleur de Sel zu verunglimpfen. Vielmehr geht es darum, Dinge mit gesundem Menschenverstand zu recherchieren und sich daraus eine eigene Meinung zu bilden. Mainstreams oder Marketingaussagen von Lebensmittelkonzernen zu hinterfragen.

Ökologisches Obst und Gemüse vom Erzeuger

Nach ökologischen Grundsätzen angebautes Obst und Gemüse auf Teneriffa findet man z.B. auf Bauernmärkten und auch Fincas.

 

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